11.04.2017

HÖHERE LÖHNE FÜR MEHR WACHSTUM UND WENIGER UNGLEICHHEIT

In Rahmen des FES-Forum „Progressive Wirtschaftspolitik“ lud die Friedrich-Ebert-Stiftung Belgrad am 24.04.2017 Vertreter_innen der repräsentativen Gewerkschaftsverbände, Branchengewerkschaften, des Wirtschaftsministeriums und Arbeitgeber_innen sowie Ökonomen ein, um sich über Wege zum Abbau der Ungleichheit in Serbien auszutauschen.

Trotz der allmählich ansteigenden Indikatoren für wirtschaftliches Wachstum kommt das Plus nach wie vor nicht bei jenen an, die dafür zuständig sind – den serbischen Beschäftigten. Ganz im Gegenteil verdienen viele von ihnen nicht einmal so viel, um den minimalen Lebensstandard finanzieren zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass Serbien laut Angaben von Eurostat zu den Ländern mit der höchsten Einkommensungleichheit in Europa gehört.  Um die sozialen Folgen der gegenwärtigen Politik abzumildern, forderten die Teilnehmer_innen höhere Löhne, die zum einen den Beschäftigten ein würdevolles Leben zu ermöglichen und zum anderen, um die Kaufkraft und infolgedessen die Binnennachfrage zu stärken. Neben der Diskussion um wirtschafts- und sozialpolitische Instrumente stellte Peter Scherrer, stellv. Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes, als konkrete Maßnahme für Gewerkschaften die aktuelle europaweite „Pay Rise“-Kampagne vor, die sich für die Anhebung der Löhne auf ein menschenwürdiges Niveau einsetzt.

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